Regierung will 1,1 Milliarden Euro sparen

Die Regierung will bei der Förderung der Energie-Sanierung von Gebäuden 1,1 Milliarden Euro sparen. Ein internes Papier beweist, dass sie damit bewusst Arbeitsplätze riskiert. Das Handwerk fürchtet um Zehntausende Jobs.

Die Bundesregierung rudert bei ihren Versprechen zur Konjunkturförderung in wichtigen Punkten zurück. Nach den geplanten Kürzungen bei der Förderung von Solarstrom sollen jetzt auch die Förderdarlehen für den klimagerechten Umbau von Gebäuden um die Hälfte sinken.

Umweltschützer gehen auf die Barrikaden, weil sie Deutschlands Klimaziele in Gefahr sehen. Das Handwerk rechnet bereits mit “Auftragsstornierungen in bislang nicht gekanntem Umfang”. Gegenüber unserer Zeitung sagte Handwerkspräsident Otto Kentzler gestern: “Jetzt die energetische Sanierung auszubremsen gefährdet tausende hoch qualifizierte Arbeits- und Ausbildungsplätze.”

Mit den über die staatliche KfW-Bank ausbezahlten Förderdarlehen wurden allein im vergangenen Jahr über 550000 Wohneinheiten in Deutschland energetisch verbessert. Das Geld floss zum Beispiel in bessere Heizungen, Fenster oder Dachdämmungen. 2,2 Milliarden Euro hat die KfW dafür ausgegeben. Laut Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2010 sollen die Mittel jetzt halbiert werden.

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