Schwerer Arbeitsunfall in Kesten

Zu einem schweren Arbeitsunfall kam es heute in Kesten an der Mosel, als zwei ungestüme Weinbergschnecken einen Arbeiter der Straßenbaufirma von hinten anrempelten und über den Haufen liefen.

Dazu der Polier: “Unverständlich, es war unser schnellster Mann, der nun lange ausfällt. Wahrscheinlich war er durch die schweren Sicherheitsschuhe in der Vorwärtsbewegung stark behindert.”

Der verantworliche Winzer als Halter der Schnecken besitzt keine Haftpflichtversicherung. Der Straßenbau wird sich dadurch voraussichtlich um mehrere Monate verzögern.

Solarboom lässt Strompreise explodieren

Der Solarboom wird 2011 teuer für alle Stromkunden. Einem Zeitungsbericht zufolge rechnen Stromriesen und Wissenschaftler mit Preiserhöhungen von zehn Prozent. Die Zahl der Öko-Anlagen ist stärker gestiegen als gedacht – die höheren Förderkosten werden auf die Verbraucher umgelegt.

Berlin – Für den Klimaschutz ist es eine gute Nachricht, für die Verbraucher nicht: Da die Zahl neuer Solaranlagen stärker zugenommen hat als geplant, dürften die Strompreise für kommendes Jahr um etwa zehn Prozent steigen. Das geht aus einer Berechnung des Energiekonzerns Vattenfall hervor, über die die “Berliner Zeitung” berichtet.

Die Belastung für alle deutschen Stromkunden durch die Förderung erneuerbarer Energien steigt demnach 2011 um 1,8 bis 2 Cent pro Kilowattstunde auf insgesamt bis zu 4,4 Cent einschließlich Mehrwertsteuer. Für ein Einfamilienhaus mit 5000 Kilowattstunden Verbrauch würden sich demnach die Strompreise um rund 100 Euro pro Jahr erhöhen.

Quelle: Spiegel  ….Bericht komplett lesen

Regierung will 1,1 Milliarden Euro sparen

Die Regierung will bei der Förderung der Energie-Sanierung von Gebäuden 1,1 Milliarden Euro sparen. Ein internes Papier beweist, dass sie damit bewusst Arbeitsplätze riskiert. Das Handwerk fürchtet um Zehntausende Jobs.

Die Bundesregierung rudert bei ihren Versprechen zur Konjunkturförderung in wichtigen Punkten zurück. Nach den geplanten Kürzungen bei der Förderung von Solarstrom sollen jetzt auch die Förderdarlehen für den klimagerechten Umbau von Gebäuden um die Hälfte sinken.

Umweltschützer gehen auf die Barrikaden, weil sie Deutschlands Klimaziele in Gefahr sehen. Das Handwerk rechnet bereits mit “Auftragsstornierungen in bislang nicht gekanntem Umfang”. Gegenüber unserer Zeitung sagte Handwerkspräsident Otto Kentzler gestern: “Jetzt die energetische Sanierung auszubremsen gefährdet tausende hoch qualifizierte Arbeits- und Ausbildungsplätze.”

Mit den über die staatliche KfW-Bank ausbezahlten Förderdarlehen wurden allein im vergangenen Jahr über 550000 Wohneinheiten in Deutschland energetisch verbessert. Das Geld floss zum Beispiel in bessere Heizungen, Fenster oder Dachdämmungen. 2,2 Milliarden Euro hat die KfW dafür ausgegeben. Laut Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2010 sollen die Mittel jetzt halbiert werden.

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Obama will erneuerbare Energien fördern

Mehr Biokraftstoffe, CO2-Abscheidung, Windkraft: US-Präsident Barack Obama hat seine Pläne veröffentlicht, wie die Energieversorgung der USA in Zukunft aussehen soll. Obama verspricht sich davon eine Verringerung der Abhängigkeit von Öl, weniger CO2-Emissionen und neue Jobs.

US-Präsident Obama hat eine neue Strategie zur Energieversorgung der USA vorgelegt. Demzufolge will er erneuerbare Energien ausbauen und mehr Geld für Biokraftstoffe aufwenden. Neben den traditionellen Energiequellen wie Kernkraft und Kohle setzt Obama auch auf Windkraft.

Auch die Menge an Biokraftstoffen soll erweitert werden. Doch laut einem Bericht der Energie-Arbeitsgruppe sei das angestrebte Ziel unwahrscheinlich, bis zum Jahr 2022 136 Milliarden Liter Bioethanol zu produzieren. Die jährliche Produktion von Biokraftstoff liege derzeit bei 45 Milliarden Litern – gerade mal ein Drittel der von den Abgeordneten beschlossenen Menge.

Obama verspricht sich durch den Ausbau der Biokraftstoffe eine Verringerung der Abhängigkeit vom Öl. 328 Millionen Barrel Öl (rund 52 Milliarden Liter) könnten laut Obama pro Jahr eingespart werden – und damit 138 Millionen Tonnen CO2 jährlich bis 2022. Bezogen auf den Gesamt-CO2-Ausstoß der USA im Jahr 2006 in Höhe von 5,9 Milliarden Tonnen CO2 wäre das eine Reduktion um 2,3 Prozent. “Ich bin überzeugt, dass Amerika das Rennen gewinnen kann, eine Wirtschaft basierend auf sauberer Energie aufzubauen”, sagte Obama.

Obama will darüber hinaus eine Arbeitsgruppe einsetzen, die einen Plan für die CO2-Abscheidung für Kohlekraftwerke erarbeiten soll.

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SOLARWATT realisiert PV-Freilandanlage in Sardinien

Pressemitteilung
14. Januar 2010
SOLARWATT AG

SOLARWATT realisiert PV-Freilandanlage in Sardinien

SOLARWATT errichtete über seine Tochtergesellschaft SARDAWATT s.r.l. ein
schlüsselfertiges Solarkraftwerk mit einer Gesamtleistung von ca. 1,7 MWp in der Provinz Ogliastra auf Sardinien. Im Dezember 2009 wurde die Anlage erfolgreich an das Mittelspannungsnetzes des örtlichen Energieversorgers Enel gebracht. Das Solarkraftwerk ist eine der derzeit größten aktiven Photovoltaikanlagen in Sardinien und erwartet einen spezifischen Energieertrag von ca. 1.450 kWh/kWp pro Jahr.
Eingesetzt wurden SOLARWATT Premium-Module, Solarmax-Zentralwechselrichter von Sputnik und Montagegestelle der Firma K2. Besonderheit des Projekts ist die für Italien vergleichsweise kurze Zeitdauer der Planung und Errichtung der Anlage.

Die Planung und der Bau der Gesamtanlage erfolgten mit den italienischen Partnern SÜDTIROL SOLAR und SOLEVER, welche als Mitgesellschafter gemeinsam mit SOLARWATT die Zwischenfinanzierung während der Bauphase sicherstellten. Die Langfristfinanzierung wird durch ein italienisches Institut erfolgen. Derzeit werden verschiedene Gespräche geführt, um das mit einer attraktiven IRR-Rendite versehene Investitionsobjekt an Investoren zu veräußern.

SOLARWATT realisierte bereits schlüsselfertige Solarkraftwerke in Deutschland, Tschechien und Italien. Weitere Solarkraftwerke sind durch die italienische Tochtergesellschaft SARDAWATT und deren Gesellschafter fertig projektiert und sollen in Sardinien im ersten Halbjahr 2010 mit einer Gesamtmenge von ca. 7,5 MWp an das Netz gehen.

Quelle: Solarwatt AG

Solarstrom

Absenkung der EEG-Vergütung zum 1. April geplant

14.01.2010: Eine weitere Reduzierung der Einspeisevergütung für Solarstrom steht offenbar kurz bevor. So will Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) bereits am kommenden Montag eine Vorlage zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) veröffentlichen, heißt es aus gut unterrichteten Kreisen. Demnach soll es eine einmalige Absenkung der Vergütung zwischen 16 und 18 Prozent zum 1. April geben. Bislang ging die Solarbranche von einer Anpassung der Vergütung an die aktuell stark gesunkenen Anlagenpreise nicht vor dem 1. Juli aus.

Die jetzt für April geplante Reduzierung soll voraussichtlich sowohl für Freiflächen- als auch für Dachanlagen gelten. Je nachdem, wie der weitere Zubau von Solarstromlagen in diesem Jahr ausfällt, wird es dann Anfang 2011 womöglich noch eine weitere Absenkung geben. Hier ist die Rede davon, dass die Vergütung ab einer Gesamtmenge von 3.000 Megawatt um weitere 2,5 Prozent für jeweils 500 Megawatt Zubau reduziert wird. Dies ist das Ergebnis, eines Treffens im Umweltministerium vom 13. Januar, an dem sowohl Verbraucherschützer wie Vertreter der Solarindustrie teilnahmen.

Sollte die Solarbranche die Kürzung in dieser Höhe ablehnen, wäre das Wirtschaftsministerium dem Vernehmen nach alternativ bereit, eine höhere Vergütung zuzulassen, wenn im Gegenzug eine Deckelung des Zubaus von 1.500 Megawatt akzeptiert würde. In einer ähnlichen Situation hatte 2008 die spanische Solarindustrie den Deckel gewählt, um eine Reduzierung der Vergütung zu vermeiden, was den dortigen Markt letztlich in die Bedeutungslosigkeit geführt hat. Insofern ist davon auszugehen, dass die deutsche Solarbranche eine stärker als geplante Absenkung der Vergütung wählt.

Quelle: PHOTON
Einspeisevergütung ab 01.01.2010 / Für Schrägdach und Flachdach

0 – 30 kWp = 0,3914 EUR
30 – 100 kWp = 0,3723 EUR
100 – 1000 kWp = 0,3523 EUR
> 1000 kWp = 0,2937 EUR
Einspeisevergütung ab 01.01.2010 / Für Freilandanlagen

0 – 30 kWp = 0,2843 EUR
30 – 100 kWp = 0,2843 EUR
100 – 1000 kWp = 0,2843 EUR
> 1000 kWp = 0,2843 EUR
Einspeisevergütung ab 01.01.2010 / Für die Eigennutzung

0,2276 EUR

Windbranche in Euphorie

“Es läuft super”, schwärmt der Pressesprecher des Bundesverbands Windenergie. Gerade hat die Branche die Zahlen für 2009 vorgestellt – und die Krise scheint mit einer Sturmböe weggeflogen zu sein: Knapp 1000 neue Windräder wurden in Deutschland neu installiert, ein Plus von 15 Prozent zum Vorjahr. Inzwischen stehen Anlagen mit einer Leistung von 25.770 Megawatt in Deutschland: Das ist Rekord – zumal es theoretisch der Leistung von etwa 18 Atomkraftwerken entspricht.

Die ersten Offshore-Räder stehen, endlich, in der Nordsee. Dass es so gut läuft, verdankt die Branche vor allem einer Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetz, das für 20 Jahre lukrative Vergütung für Windstrom garantiert. Seit 2009 fördert es ausdrücklich Offshore-Anlagen und den Ersatz alter Anlagen durch neue, leistungsstärkere (Repowering).

Schaut man sich allerdings den weltweiten Trend an, dann ähnelt das Bild arg der Solarbranche: Das große Wachstum passiert inzwischen in anderen Teilen der Welt. Die wichtigen Zukunftsmärkte sind China und die USA – in Deutschland findet vor allem Forschung und Entwicklung statt. Deutschlands Anteil am Weltmarkt wird von Jahr zu kleiner, inzwischen liegt er bei nur noch sechs Prozent.

Gerade China hat in den vergangenen Jahren den großen Sprung nach vorne gemacht und seit 2006 seine installierte Kapazität jedes Jahr verdoppelt. Gut für den Wettbewerb – doch für deutsche Windspezialisten auch ungewohnt: Firmen wie Enercon sind nicht mehr die unangetastete Nummer 1. Stattdessen sind es nun Unternehmen wie Goldwind, Dongfang oder Sinovel. Das Verrückte ist nur: Es sind Unternehmen, die mit deutschem Know-How groß geworden sind. Goldwind, Chinas ätester Windanlagenbauer und Marktführer, kaufte sich vor allem Lizenzen ein. In erster Linie beim deutschen Windanlagenbauern Jacobs Energie.

Quelle: Zeit Online

Winter hält Energiepreise hoch

Preis beim Öl “übertrieben”
“Es gibt keine Knappheit auf dem Markt; ein Preis von 80 Euro für ein Barrel Rohöl ist übertrieben”, erklärte Wiek. Es sei zu beobachten, dass Anleger wieder in Öl und andere Rohstoffe investieren und auf steigende Notierungen spekulieren.

Heizöl und Benzin recht teuer

Die Verbraucher in Deutschland müssen gegenwärtig an der Zapfsäule und beim Heizölhändler fast die höchsten Preise seit Herbst 2008 bezahlen. 100 Liter Heizöl verbilligten sich im Laufe der vergangenen Woche zwar leicht von 64 auf knapp 62 Euro, aber das ist immer noch sehr teuer. Ein Liter Benzin kostet die Autofahrer knapp 1,40 Euro, Diesel 1,19 Euro.

Rohöl doppelt so teuer wie vor einem Jahr

Shell-Sprecherin Cornelia Wolber verwies zur Erklärung auf den Rohölpreis, der sich innerhalb eines Jahres ungefähr verdoppelt habe. Die Versorgungslage sei jedoch normal. “Die Haushalte haben sich vor Beginn der Heizperiode zu günstigen Preisen mit Heizöl eingedeckt”, sagte sie. Deshalb sei keine Verknappung des Angebots zu befürchten. Das Winterwetter behindere jedoch gelegentlich die Auslieferung des Heizöls.

Quelle:  Wirtschaft.t-online

Toshiba

TOKIO. Wie andere Industrieländer will Nippon die Stromversorgung von zentraler Produktion in Großkraftwerken auf lokale Lösungen umstellen. Bis zum Jahr 2020 wollen die Stromversorger des Landes daher offenbar mehr als 7,5 Mrd. Euro in den Aufbau so genannter „Smart Grids“ stecken. Das Auftragsvolumen liege im aktuellen Fall jedoch zunächst nur um 40 Mio. Euro, sagte Toshiba-Technologievorstand Shoji Takenaka gestern in Tokio.

Die „Smart Grids“ gelten derzeit als die Zukunft der Energieversorgung. In Deutschland lassen Wirtschafts- und Umweltministerium derzeit in zwölf Modellregionen die Umsetzbarkeit der Idee untersuchen. US-Präsident Barack Obama hat bereits 3,4 Mrd. Dollar für den Aufbau von Pilotprojekten in den USA zur Verfügung stellen lassen. In Japan bauen die Stromversorger Okinawa Electric Power und Kyushu Electric Power nun auf den südlichsten Inselgruppen des Landes in den kommenden Jahren zehn Beispielnetze auf. Toshiba liefert für das Projekt in Okinawa Batterien und Solaranlagen.

Computer verteilen in Smart Grids den Strom aus Windrädern, Solarzellen oder örtlichen Kleinkraftwerken ständig neu, um eine gleichmäßige Versorgung zu sichern. Bei Stromüberschuss – wenn etwa die Sonne scheint – speichert das System die Energie in Akkus zwischen. Es lädt dann beispielsweise auch die Batterien angeschlossener Elektroautos. In einer Sekunde argen Strommangels könnte andere Verbraucher sich umgekehrt aus den Batterien von geparkten Autos bedienen.

Quelle: Handelsblatt

Litauen in der Energiekrise

Vilnius/Riga (dpa/ND). Die Lichter wurden zum Silvester-Countdown nur vorübergehend gedämpft – die wichtigste Energiequelle aber bleibt abgeschaltet. Eine Stunde vor Beginn des neuen Jahres ging der letzte Reaktor des Atomkraftwerkes Ignalina vom Netz. Litauen erfüllt damit eine Bedingung für die 2004 erfolgte Aufnahme in die EU – und hat keinen sicheren Ersatz für die Energieversorgung.

Ignalina im Norden Litauens deckte seit 1983 80 Prozent des heimischen Strombedarfs. So wichtig aber die beiden Reaktoren vom Typ des Unglücksreaktors in Tschernobyl mit ihrem Energieexport für die Nachbarländer Estland und Lettland waren, so sehr versetzten sie das westliche Ausland in Angst und Schrecken.

Der erste Reaktor wurde bereits 2004 stillgelegt, am vergangenen Silvesterabend wurde der zweite mit einer Leistung von 1320 Megawatt langsam heruntergefahren. Politisch hat sich die Regierung in Vilnius dieser tief greifenden Veränderung nur widerwillig gefügt. Sie verschärft die massiven Auswirkungen der Krise: Ein Prozent des Bruttoinlandsproduktes verliert Litauen laut der Danske Bank im Jahr 2010 durch die Schließung von Ignalina und den deshalb nötigen Energieimport.

Auch dass dieser Schritt die Balten wieder in viel stärkere Energieabhängigkeit vom ungeliebten Nachbarn Russland zwingt, gefällt Litauens Regierungschef Andrius Kubilius nicht: »Natürlich beunruhigt uns das.« Man sehe aber durchaus »positive Entwicklungen in der EU« und fühle sich dort auch »viel sicherer«.

Bisher gibt es einzig die Verbindung mit finnischem Atomstrom durch das Estlink-Kabel. Kabel von Litauen nach Polen und Schweden sind in Planung, aber frühestens 2015 einsatzbereit. Noch länger sind die Perspektiven für ein neues Atomkraftwerk bei Ignalina, das die baltischen Länder zusammen mit Polen planen. Vereinbarungen wurden immer wieder aufgeschoben, so dass neuer Atomstrom frühestens 2020 fließen könnte.

Hastig vorgelegte Pläne für Stromlieferungen aus der Ukraine erscheinen auch wegen ungelöster Probleme mit dem dazwischenliegenden Weißrussland wenig realistisch. »Die Schließung von Ignalina ist schlecht vorbereitet«, gab Sekmokas kürzlich zu. Und setzt auf das Prinzip Hoffnung: »Es geht ja an dem Schritt kein Weg vorbei. Das wird Veränderungen ganz einfach erzwingen.«

Quelle:  Neues Deutschland