Förderung Erdwärmepumpen

Das Umweltministerium kürzt ab sofort die Förderung der Wärmepumpe. Am Montag, dem 22.02.2010, wurden vom Umweltministerium die Förderung von Erdwärmepumpen, Luftwärmepumpen und Grundwasserwärmepumpen gekürzt. Eine noch stärkere Kürzung bzw. eine Streichung der Förderung konnte nur durch intensive Gespräche des Wärmepumpenverbands verhindert werden, dennoch treten mit sofortiger Wirkung einige relevante Änderungen in Kraft.

Die Förderhöchstbeträge werden im Einfamilienhausbereich um 20 Prozent gesenkt. Dies trifft allerdings nicht alle Bauherren und Hausbesitzer gleich stark. Bei Häusern mit einer Wohnfläche von bis 120 m² bleibt alles beim Alten. Einfamilienhäuser mit einer Wohnfläche über diesem Wert erhalten weniger Förderung.

Solarstrom

Absenkung der EEG-Vergütung zum 1. April geplant

14.01.2010: Eine weitere Reduzierung der Einspeisevergütung für Solarstrom steht offenbar kurz bevor. So will Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) bereits am kommenden Montag eine Vorlage zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) veröffentlichen, heißt es aus gut unterrichteten Kreisen. Demnach soll es eine einmalige Absenkung der Vergütung zwischen 16 und 18 Prozent zum 1. April geben. Bislang ging die Solarbranche von einer Anpassung der Vergütung an die aktuell stark gesunkenen Anlagenpreise nicht vor dem 1. Juli aus.

Die jetzt für April geplante Reduzierung soll voraussichtlich sowohl für Freiflächen- als auch für Dachanlagen gelten. Je nachdem, wie der weitere Zubau von Solarstromlagen in diesem Jahr ausfällt, wird es dann Anfang 2011 womöglich noch eine weitere Absenkung geben. Hier ist die Rede davon, dass die Vergütung ab einer Gesamtmenge von 3.000 Megawatt um weitere 2,5 Prozent für jeweils 500 Megawatt Zubau reduziert wird. Dies ist das Ergebnis, eines Treffens im Umweltministerium vom 13. Januar, an dem sowohl Verbraucherschützer wie Vertreter der Solarindustrie teilnahmen.

Sollte die Solarbranche die Kürzung in dieser Höhe ablehnen, wäre das Wirtschaftsministerium dem Vernehmen nach alternativ bereit, eine höhere Vergütung zuzulassen, wenn im Gegenzug eine Deckelung des Zubaus von 1.500 Megawatt akzeptiert würde. In einer ähnlichen Situation hatte 2008 die spanische Solarindustrie den Deckel gewählt, um eine Reduzierung der Vergütung zu vermeiden, was den dortigen Markt letztlich in die Bedeutungslosigkeit geführt hat. Insofern ist davon auszugehen, dass die deutsche Solarbranche eine stärker als geplante Absenkung der Vergütung wählt.

Quelle: PHOTON
Einspeisevergütung ab 01.01.2010 / Für Schrägdach und Flachdach

0 – 30 kWp = 0,3914 EUR
30 – 100 kWp = 0,3723 EUR
100 – 1000 kWp = 0,3523 EUR
> 1000 kWp = 0,2937 EUR
Einspeisevergütung ab 01.01.2010 / Für Freilandanlagen

0 – 30 kWp = 0,2843 EUR
30 – 100 kWp = 0,2843 EUR
100 – 1000 kWp = 0,2843 EUR
> 1000 kWp = 0,2843 EUR
Einspeisevergütung ab 01.01.2010 / Für die Eigennutzung

0,2276 EUR

Energiesparberatung

„Vor-Ort-Beratung“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie
Förderung der Vor-Ort-Beratung zur sparsamen und rationellen Energieverwendung in Wohngebäuden.

Aktueller Hinweis:
http://www.bafa.de/bafa/de/energie/energiesparberatung/index.html

Neue Richtlinie Vor-Ort-Beratung seit 01.10.2009
Aktuelle Hinweise zur Änderung der Richtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zur Förderung der Beratung zur sparsamen und rationellen Energieverwendung in Wohngebäuden vor Ort (Vor-Ort-Beratung).

Die Richtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zur Förderung der Beratung zur sparsamen und rationellen Energieverwendung in Wohngebäuden vor Ort (Vor-Ort-Beratung) ist zum 1. Oktober 2009 geändert worden und ihre Gültigkeit über den 31. Dezember 2009 hinaus bis zum 31. Dezember 2014 verlängert worden.

Die wesentlichen Änderungen sind nachfolgend stichpunktartig aufgezählt. Diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und kann das sorgfältige Studium des Richtlinientextes nicht ersetzen. Neben den tatsächlichen inhaltlichen Änderungen enthält die neue Richtlinienfassung auch eine Vielzahl redaktioneller Änderungen und Klarstellungen in Bezug auf die herrschende Verwaltungspraxis, die ebenfalls zu beachten sind.

Den Text der amtlichen Bekanntmachung finden Sie im Bundesanzeiger Nummer 144 vom 25. September 2009 auf Seite 3360. Einen Abdruck des Textes können Sie außerdem auf dieser Seite abrufen.

Wesentliche Änderungen der Richtlinie zur Förderung der Beratung zur sparsamen und rationellen Energieverwendung in Wohngebäuden vor Ort (Vor-Ort-Beratung):

Luftdichtigkeitsprüfungen nach DIN 13829 können als Bonus zur Energiesparberatung gefördert werden (mit neuen Anforderungen an den Bericht und Förderbeträge).
Streichung der Förderfähigkeit separater Thermografiegutachten
Möglichkeit der Kumulierung mehrerer Boni, mit Ausnahme der Kumulierung von Thermografie und Luftdichtigkeitsprüfungen
Ausdrückliche Verpflichtung des Beraters zur Prüfung der Eigentümerzustimmung in Beratung von Mietern oder Pächtern.
Ergänzung des Ausschlusskriteriums, dass ein Beratungsobjekt gefördert werden kann, auch wenn es innerhalb der letzten 8 Jahre bereits Gegenstand einer Vor-Ort-Beratung war, wenn sich zwischenzeitlich der Eigentümer des Beratungsobjektes geändert hat.
Streichung des Ausschlusskriteriums der Baugleichheit
Nachweis der Sachkenntnis zur Durchführung von Thermografiegutachten und Luftdichtigkeitsmessungen sowie Verantwortlichkeit des antragstellenden Beraters bei Einbeziehung von Experten.
Gegenstand der Förderung
Die Durchführung des Förderprogramms auf der Grundlage der Richtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie über die Förderung der Beratung zur sparsamen und rationellen Energieverwendung vor Ort für Wohngebäude setzt voraus, dass für die jeweiligen Beratungsobjekte, bis zum 31.12.1994 ein Bauantrag gestellt bzw. die Bauanzeige erstattet wurde und die Gebäudehülle anschließend nicht auf Grund späterer Baugenehmigungen zu mehr als 50 % durch Anbau oder Aufstockung verändert worden ist. Die Gebäude müssen ursprünglich als Wohngebäude geplant und errichtet worden sein oder derzeit zu mehr als 50 % der Gebäudefläche zu Wohnzwecken genutzt werden

Als Eigentümer, Mieter oder Pächter eines Gebäudes können eine Energiesparberatung in Anspruch nehmen: natürliche Personen, rechtlich selbständige Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft einschließlich der Wohnungswirtschaft sowie Betriebe des Agrarbereichs, juristische Personen und sonstige Einrichtungen; letztere, sofern sie gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgen. Wohnungseigentümer können nur dann eine Beratung in Anspruch nehmen, wenn sich diese auf das gesamte Gebäude bezieht und die Eigentümergemeinschaft damit einverstanden ist.

Für bestimmte Gebäude ist eine Beratungsförderung ausgeschlossen. Diese Fallkonstellationen können Punkt 2.4 der Richtlinie entnommen werden.

Die förderfähige Beratung erfolgt ausschließlich durch im Rahmen des Förderprogramms antragsberechtigte Energieberaterinnen / Energieberater, die über bestimmte fachliche Kenntnisse verfügen und unabhängig sein müssen. Das BAFA stellt auf dieser Internetseite Kontaktinformationen über diesen Personenkreis zur Verfügung, sofern diese einer Veröffentlichung der Daten zugestimmt haben. Diese sogenannte Energieberaterliste des BAFA ist urheberrechtlich geschützt. Jede kommerzielle Verwertung ohne entsprechende Genehmigung ist unzulässig.

Art und Höhe der Förderung
Die Zuwendung wird in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses zu den in Rechnung gestellten Beratungskosten gewährt. Sie wird an den Energieberater, der auch die Antragstellung übernimmt und für die Abwicklung gegenüber dem BAFA verantwortlich ist, ausgezahlt. Dieser muss sie in voller Höhe im Rahmen der Rechnungsstellung an den Beratungsempfänger weitergeben.

Die Höhe des Zuschusses für eine Vor-Ort-Beratung beträgt 300 Euro für Ein- / Zweifamilienhäuser bzw. 360 Euro für Wohnhäuser mit mindestens drei Wohneinheiten. Für die Integration von Hinweisen zur Stromeinsparung wird ein zusätzlicher Bonus von 50 Euro gezahlt.

Für die Integration bestimmter zusätzlicher Inhalte in den Vor-Ort-Beratungsbericht ist eine erhöhte Förderung möglich. Dabei kann zusätzlich entweder eine Förderung für die Integration von Thermografieaufnahmen (Thermografie) oder für die Durchführung einer Luftdichtigkeitsprüfung nach DIN 13829 (Blower-Door-Test) bezuschusst werden. Eine Kombination der Förderung von Thermografie und Blower-Door-Test im Rahmen einer Vor-Ort-Beratung, ist nicht möglich.

Für die zusätzliche Integration thermografischer Untersuchungen wird ein Bonus in Höhe von 25 Euro pro Thermogramm, aber höchstens 100 Euro gewährt. Für die Integration einer Luftdichtigkeitsprüfung nach DIN 13829 (Blower-Door-Test) wird ein Bonus in Höhe von 100 Euro gewährt.

Der gesamte Zuschuss (einschließlich der Boni) ist auf 50% der Beratungskosten (brutto) begrenzt.

Für den anzufertigenden Beratungsbericht sind in den Anlagen zur Richtlinie bestimmte Mindestinhalte vorgeschrieben. Bei Nichteinhaltung droht der Verlust der Förderung. Eine Nachbesserung von Berichten / Gutachten ist nicht vorgesehen.

Die Laufzeit des Förderprogramms ist gegenwärtig bis zum 31.12.2014 festgelegt; bis zu diesem Datum können Förderanträge gestellt werden. Über eine Verlängerung des Programms entscheidet der Richtliniengeber rechtzeitig vor Ablauf.

Auf die Gewährung der Zuwendung besteht kein Rechtsanspruch. Sie steht unter dem Vorbehalt der Verfügbarkeit entsprechender Haushaltsmittel.

Antragsberechtigte
Als Antragsteller kommen nur Berater in Betracht, die die im folgenden beschriebenen Voraussetzungen erfüllen und über die notwendige Zuverlässigkeit und Unabhängigkeit verfügen.

Als Berater sind antragsberechtigt:

Ingenieure und Architekten, die durch ihre bisherige berufliche Tätigkeit oder durch zusätzliche Fortbildungsmaßnahmen die für eine Energieberatung notwendigen Fachkenntnisse erworben haben
Absolventen der Lehrgänge der Handwerkskammern zum / zur geprüften „Gebäudeenergieberaterin / Gebäudeenergieberater (HWK)“
Absolventen geeigneter Ausbildungskurse, deren Mindestinhalte und Eingangsvoraussetzungen in Anlage 3 der Richtlinie festgelegt sind.
Eine als Download verfügbare Liste geeigneter Aus- / Weiterbildungsmaßnahmen gibt einen Überblick über die beim BAFA bereits bekannten Lehrgänge mit aus hiesiger Sicht ausreichenden Lehrinhalten. Es handelt sich dabei nicht um eine vollständige Auflistung aller möglicherweise geeigneten Maßnahmen. Das BAFA erkennt alle Weiterbildungsangebote an, die den festgelegten und veröffentlichten Anforderungen genügen. Die diesbezügliche Verantwortung trägt allein der Weiterbildungsträger. Für die Aktualität der Liste kann keine Gewähr übernommen werden. Eine regelmäßige Aktualisierung ist jedoch vorgesehen.

Nicht antragsberechtigt sind insbesondere solche Berater, die mit der Energieberatung ein wirtschaftliches Eigeninteresse an Investitionsentscheidungen des Beratenen haben könnten. Näheres regelt Ziffer 3.2 der Richtlinie.

Die Überprüfung der Antragsberechtigung erfolgt ausschließlich im Rahmen eines (ersten) Förderantrages. Nur in diesem Zusammenhang wird auch festgestellt, ob eine bisher nicht gelistete Aus- / Weiterbildungsmaßnahme anerkannt werden kann.

Direkte Zulassungen von Lehrgangsangeboten über die Weiterbildungsträger werden nicht vorgenommen. Statt dessen geben diese eine Erklärung (Formblatt FB 3; siehe Downloadbereich) ab, in der die Einhaltung der vom BAFA festgelegten Anforderungen bestätigt wird. Der Lehrgangsteilnehmer (nicht der Weiterbildungsträger) legt diese im Rahmen seines Erstantrages im BAFA vor.

Hinweis für Energieberater: Antragstellung und Registrierung
Die Antragstellung ist ausschließlich über das Internet möglich und erfolgt ohne jegliche Papierform. Die seitens des BAFA erstellten Zuwendungsbescheide werden grundsätzlich elektronisch an die Energieberaterinnen / Energieberater versandt, d. h. auch hier wird auf die Papierform verzichtet. In diesem Zusammenhang werden die Antragsteller durch eine E-Mail darüber informiert, dass über das Online-Portal ein Zuwendungsbescheid im PDF-Format zum Download bereit steht.

Die Energieberaterinnen/Energieberater sollten daher sicherstellen, dass die E-Mails des BAFA ihren Posteingang erreichen. Gegebenenfalls sind entsprechende Systemeinstellungen vorzunehmen und Spam- / Junk-Mail-Ordner regelmäßig auf entsprechende Eingänge zu kontrollieren. Darüber hinaus wird empfohlen, regelmäßig den persönlichen Postkorb des Online-Portals zur Vor-Ort-Beratung hinsichtlich neu eingegangener Bescheide zu überprüfen.

Energieberaterinnen / Engergieberater, die erstmalig einen Förderantrag stellen, werden hinsichtlich ihrer Antragsberechtigung überprüft. Auch hierbei wird ein internetgestütztes Verfahren eingesetzt. Diese Antragsteller registrieren sich im Internet zunächst mit allen persönlichen Daten, durchlaufen dann ein elektronisches Erklärungsverfahren und senden anschließend ein dabei automatisch generiertes und persönlich unterschriebenes Formular mit einigen zusätzlich erforderlichen Unterlagen dem BAFA zu.

Die Überprüfung der Voraussetzungen zur Anerkennung als Antragsberechtigter erfolgt ausschließlich im Rahmen der Bearbeitung eines Förderantrags.

Das BAFA verzichtet grundsätzlich auf die Vorlage und Überprüfung detaillierter Nachweise zur fachlichen Qualifikation und nimmt diese nur nachträglich und in Form von Stichproben vor.

Mit Erteilung des (ersten) Zuwendungsbescheides ist automatisch die Anerkennung für weitere Antragstellungen verbunden; eine separate Zulassung oder Zertifizierung erfolgt nicht. Gleichzeitig wird der Berater in die sogenannte Beraterliste des BAFA aufgenommen, sofern er die Freigabe dazu erteilt hat.

Verfahrensablauf
Mit der Maßnahme (Vor-Ort-Beratung) darf vor Antragstellung nicht begonnen werden. Als Maßnahmenbeginn gilt bereits jede Form der Berechnung oder Auswertung inklusive Datenerfassung, Dokumentation oder sonstiger Tätigkeiten im Rahmen der Erarbeitung und Erstellung des Beratungsberichtes. Eine Aufnahme des Ist-Zustandes der relevanten Daten vor Ort ist vor Antragstellung zulässig, sofern damit nicht bereits mit der Erstellung des Berichtes / Gutachtens begonnen wird.

Zuschüsse sind ausschließlich unter Nutzung des dafür eingerichteten Online-Portals zu beantragen. Manuelle Anträge sind nicht möglich, entsprechende Antragsformulare werden daher nicht zur Verfügung gestellt. Mit der Übertragung des entsprechenden Datensatzes ist die Antragstellung abgeschlossen. Die zusätzliche Zusendung der bislang erforderlichen unterschriebenen Druckversion an das BAFA ist nicht mehr notwendig.

Mit der Maßnahme kann sofort nach Eingang des Förderantrages im BAFA begonnen werden. Anträge gelten als eingegangen, wenn der online übermittelte Datensatz im BAFA vorliegt. Solange kein Zuwendungsbescheid erteilt wurde, trägt der Antragsteller das Risiko, dass kein Antragseingang festgestellt werden oder die Förderung aus anderen Gründen nicht erfolgen kann.

Nach Erstellung des Zuwendungsbescheides ist die Maßnahme innerhalb von drei Monaten ohne weitere Mitwirkung des BAFA vollständig abzuschließen, d. h. der Bericht / das Gutachten ist zu erstellen, auszuhändigen und in einem abschließenden Beratungsgespräch zu erläutern. Die für eine Auszahlung notwendigen Verwendungsnachweisunterlagen müssen spätestens einen weiteren Monat später im BAFA eingegangen sein. Die Nichteinhaltung der genannten Fristen führt regelmäßig dazu, dass keine Zuwendung gewährt wird. Erinnerungen oder Mahnungen werden nicht vorgenommen; darüber hinaus schließt die Richtlinie Fristverlängerungen ausdrücklich aus.

Die Verwendungsnachweisprüfung wird ebenfalls durch ein Online-Verfahren unterstützt, so dass insbesondere Beratungsberichte bzw. Thermografiegutachten auch als PDF-Datei eingereicht werden können.

Die Durchführung des Vor-Ort-Programms erfolgt entsprechend der in der Förderrichtlinie, der Bundeshaushaltsordnung und dem Verwaltungsverfahrensgesetz enthaltenen Regelungen und orientiert sich darüber hinaus an den Grundsätzen einer effizienten und rechtssicheren Programmabwicklung unter Wahrung des Gleichbehandlungsgebots.

Die Nichteinhaltung von Vorschriften, Fristen oder vorgeschriebenen Abläufen hat grundsätzlich den Verlust der Förderung zur Folge und kann insbesondere bei Falschangaben auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. (Subventionsbetrug)

Zusammenhang mit Gebäudeenergieausweisen nach EnEV
Das BAFA besitzt keine Zuständigkeiten im Zusammenhang mit der Ausstellung von Gebäudeenergieausweisen, die auf Betreiben der Europäischen Union im Rahmen der Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV) verpflichtend eingeführt wurde. Es fördert im Rahmen der Richtlinie zur Energiesparberatung vor Ort (sogenannte Vor-Ort-Beratung) allein die energetische Beratung für Wohngebäude durch fachkundige Personen (Energieberaterinnen / Energieberater).

Die Berechtigung zur Ausstellung von Energieausweisen wird im Rahmen der EnEV geregelt. Eine Eintragung in die BAFA-Energieberaterliste, die nur bei einer Teilnahme am Vor-Ort-Beratungsförderungsprogramm erfolgt, ist für die Ausstellerberechtigung weder erforderlich, noch führt sie – mit Ausnahme einer Übergangsvorschrift für einen bestimmten Personenkreis – zu einer entsprechenden Berechtigung.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ist mangels Zuständigkeit kein Ansprechpartner in allen mit der EnEV zusammenhängenden Fragen. Für den Vollzug der EnEV sind die Bundesländer zuständig; diesen obliegt auch die Klärung von Auslegungsfragen (in der Regel durch die jeweils obersten Baubehörden).

Die Ausstellung eines Gebäudeenergieausweises im Zusammenhang mit einer Vor-Ort-Beratung ist zukünftig jedoch nicht mehr förderschädlich.

Ansprechpartner
Broschürenversand
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)
Postfach 30 02 65
53182 Bonn

Telefax: +49 228 4223462
Internet: http://www.bmwi.de

Ansprechpartner zum Förderprogramm „Vor-Ort-Beratung“
Telefon: +49 6196 908-880
Telefon: +49 6196 908-211 (nur für fachtechnische Fragestellungen)
Telefax: +49 6196 908-800

Postanschrift
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Referat 411
Frankfurter Straße 29 – 35
65760 Eschborn

Energieausweise ausstellen

Neubau

Für Energieausweise für Neubauten bleiben die bestehenden landesrechtlichen Regelungen für Energiebedarfsausweise weiterhin gültig. Danach sind in der Regel die so genannten Bauvorlageberechtigten, teilweise auch bestimmte Sachverständige (z.B. für Schall- und Wärmeschutz) ausstellungsberechtigt.

Gebäudebestand (Verkauf, Vermietung, Verpachtung, Leasing)

Sollen Energieausweise aus Anlass eines Verkaufs, einer Vermietung oder Verpachtung bzw. eines Leasings oder auch des Aushangs in einem bestehenden öffentlichen Gebäude ausgestellt werden, ist die bundeseinheitliche Regelung des § 21 der Energieeinsparverordnung (EnEV) zu beachten.

Zur Ausstellung von Energieausweisen sowohl von bestehenden von Wohn- und Nichtwohngebäuden sowie von Modernisierungsempfehlungen sind nach § 21 EnEV berechtigt:

1. Personen mit berufsqualifizierendem Hochschulabschluss in

a) den Fachrichtungen Architektur, Hochbau, Bauingenieurwesen, Technische Gebäudeausrüstung, Physik, Bauphysik, Maschinenbau oder Elektrotechnik oder

b) einer anderen technischen oder naturwissenschaftlichen Fachrichtung mit einem Ausbildungsschwerpunkt auf einem unter a) genannten Gebiet.

Nach Nummer 5 sind auch Personen ausstellungsberechtigt, die nach bauordnungsrechtlichen Vorschriften der Länder zur Unterzeichnung von bautechnischen Nachweisen des Wärmeschutzes oder der Energieeinsparung bei der Errichtung von Gebäuden berechtigt sind, im Rahmen der jeweiligen Nachweisberechtigung.

Außerdem sind zur Ausstellung von Energieausweisen und Modernisierungsempfehlungen nur für bestehende Wohngebäude berechtigt:

2. Personen mit berufsqualifizierndem Hochschluabschluss im Bereich Architektur der Fachrichtung Innenarchitektur.

3.

a) Personen, die für ein zulassungspflichtiges Bau-, Ausbau- oder anlagentechnisches Gewerbe oder für das Schornsteinfegerwesen die Voraussetzungen zur Eintragung in die Handwerksrolle erfüllen,

b) Handwerksmeister der zulassungsfreien Handwerke dieser Bereiche, und

c) Personen, die auf Grund ihrer Ausbildung berechtigt sind, ein solches Handwerk ohne Meistertitel selbständig auszuführen.

4. Staatlich anerkannte oder geprüfte Techniker, deren Ausbildungsschwerpunkt auch die Beurteilung der Gebäudehülle, von Heizungs- und Warmwasserbereitungsanlagen oder von Lüftungs- und Klimaanlagen umfasst.

Zusätzlich zur Eingangsqualifikation müssen mit Ausnahme der Personen nach Nummer 5 alle diese Aussteller eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen:

Studienschwerpunkt im energiesparenden Bauen oder einschlägige zweijährige Berufserfahrung,
eine absolvierte Fortbildung nach den Vorgaben der EnEV, das heißt ggf. beschränkt auf Wohngebäude (siehe Anlage 11 der EnEV),
öffentliche Bestellung als vereidigter Sachverständiger im Bereich des energiesparenden Bauens oder in wesentlichen bau- oder anlagentechnischen Tätigkeitsbereichen des Hochbaus.
Ferner sind nach § 29 der EnEV folgende Personengruppen berechtigt, Energieausweise für Wohngebäude auszustellen :

Energieberater, die vor dem 25.04.2007 als antragsberechtigte BAFA-Vor-Ort-Berater registriert worden sind,
Personen, die am 25.04.2007 über eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung im Baustoff-Fachhandel oder der Baustoffindustrie und eine erfolgreich abgeschlossene Weiterbildung zum Energiefachberater im Baustoff-Fachhandel oder in der Baustoffindustrie verfügt haben oder eine solche Weiterusbildung vor dem 25.04.2007 begonnen haben, sofern sie erfolgreich abgeschlossen worden ist,
Personen, die am 25.04.2007 über eine erfolgreich abgeschlossene Weiterbildung zum Energieberater des Handwerks verfügt haben oder eine solche Weiterbildung vor dem 25.04.2007 begonnen haben, sofern sie erfolgreich abgeschlossen worden ist.

Eine behördliche Prüfung und Zulassung von Ausstellungsberechtigten ist nicht vorgesehen, um neue Bürokratie und zusätzliche Kosten für die Bürger zu vermeiden. Daher werden der Kreis der Aussteller und die Qualifikationskriterien in der Energieeinsparverordnung selbst abschließend umschrieben. Ob im konkreten Fall die Bestimmungen erfüllt sind, muss vom potenziellen Aussteller selbst beurteilt werden.
http://www.bmv.de/-,3064.1036538/Fragen-und-Antworten-zum-Energ.htm#Neuregelungen

Anspruch auf Energieausweis

Eigentümer oder Käufer eines Neubaus sollten den Energieausweis vom Bauträger bzw. Verkäufer erhalten.

Mieter oder Käufer eines Gebäudes im Bestand sollten sich den Energieausweis vor Vertragsabschluss vom Gebäudeeigentümer vorlegen lassen. Nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) muss der Eigentümer den Energieausweis spätestens auf Verlangen “unverzüglich zugänglich machen”.

Energieberatung im Sauerland: Lennestadt, Siegen, Winterberg http://www.thermograf.org/energieberatung.html

KfW- Fördermöglichkeiten

Im Rahmen der Förderinitiative »Wohnen, Umwelt, Wachstum« kann man bis zu 50.000 € zinsverbilligten Kredit pro Wohneinheit von der KfW erhalten. Voraussetzung: Das Gebäude muss vor 1995 fertig gestellt worden sein. Wenn das Haus nach der Sanierung mindestens Neubau-Standard erreicht, bekommt man von der KfW einen Tilgungszuschuss bis zu 12,5 Prozent der bewilligten Summe. Den Kreditantrag kann man bei der Hausbank stellen. Ein Sachverständiger sollte allerdings im Vorfeld einen Energiebedarfsausweis erstellt haben. Wer gefördert werden will, muss einen handwerklichen Fachbetrieb beauftragen und Rechnungen einreichen.
Ohne Kredit? Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern können auch Zuschüsse erhalten. Bis zu 8.75o Euro zahlt die KfW, wenn der neue Energieverbrauch unter 30 Prozent des Neubau-Standards liegt. Den Zuschuss sollte direkt über die KfW vor Baubeginn beantragt werden. Bezuschusst werden auch Kosten für Energieberatung und Baubegleitung mit maximal 1.000 Euro. Andere Finanzierungsmöglichkeiten kann der Energieberater aufzeigen.

Energieberatung

Eine Energieberatung ist die Grundlage einer sinnvollen Sanierung eines Gebäudes. Ohne das genaue Wissen wie und in welcher Höhe sich die Energieverluste verteilen kommt es schnell zu Fehleinschätzungen und Investitionen werden falsch eingesetzt oder Fördergelder nicht in Anspruch genommen. Grundlage der Energieberatung sind die Daten des Gebäudes und Ihre Informationen. Diese Daten werden bei einem persönlichen Termin aufgenommen. Hierbei werden außer den Gebäudeabmessungen auch Material der Außenwände, Aufbau des Daches und der oberen Geschoßdecke, Art der Fenster und Ausführung der Kellerdecke berücksichtigt. Alle Bauteile die an die Außenluft grenzen (Wärmeübertragende Gebäudehülle) werden mit Ihren Maßen und Materialien durch Zeichnungen, Bauberichte und im Gespräch ermittelt. Hierzu ergänzend sollte ein Thermografiegutachten erstellt werden, um eventuelle Wärmebrücken, d.h. punktuelle oder flächige Schwachstellen, sichtbar zu machen. Dann werden die Daten der Wärmeerzeugung wie Heizung, Kachelofen, Solaranlagen etc. aufgenommen. All diese Informationen bilden die Grundlage für die Berechnung des IST-ZUSTANDs des Gebäudes. Nachfolgende Grafik zeigt Beispielhaft die Verteilung der Energieverluste.

Verteilung

Verteilung

Diese Ermittlung dient nun als Grundlage für die Auswahl von Sanierungsvarianten. Im obigen Beispiel ist zu erkennen, dass die Heizung und die Außenwände die größten Energieverluste aufweisen. Es werden nun verschiedene Varianten erarbeitetet und am Computer durchgerechnet.
Als erstes würde bezogen auf das Beispiel, der Austausch der Heizung in Betracht gezogen. Da aber die Warmwassererwärmung in direktem Zusammenhang steht sollte auch über die Nutzung einer Solaranlage, entweder nur zur Warmwassererwärmung oder auch zur Heizungsunterstützung nachgedacht werden. Weiterhin finden Ihre in dem Termin ermittelten Vorstellungen Berücksichtigung. Vielleicht möchten Sie gerne mit Holz als Energieträger, z.B. Pellets, heizen. Vielleicht möchten sie auch lieber den in der Nähe liegenden Gasanschluss nutzen. Auch die Überlegung, ob an der Außenschale des Gebäudes Sanierungsmaßnahmen vorgenommen werden können, wird errechnet. Wenn bei dem o.g. Beispiel vielleicht die Sanierung des Außenputzes ansteht, kann die Wirtschaftlichkeit einer Dämmung der Fassadenflächen ausgerechnet werden. Bei einer Zusammenlegung beider Sanierungsmaßnahmen könnte dann durch den geringeren Energieverbrauch auch die Heizung kleiner ausfallen. Außerdem werden die möglichen Förderprogramme für die verschiedenen Maßnahmen aufgezeigt. In einem Abschlussgespräch wird dann der Bericht mit ausgerechneten Varianten vorgestellt. Nachfolgend ein Vergleich von verschiedenen Sanierungsvarianten.

Sanierungskosten

Sanierungskosten

Quelle:  http://www.thermograf.org/energieberatung.html