Energieausweis für Wohngebäude

Energieausweise werden grundsätzlich für das ganze Gebäude und nicht für einzelne Gebäudeteile oder Wohneinheiten ausgestellt. Ausnahmen gibt es für Wohngebäude, bei denen ein nicht unerheblicher Teil nicht für Wohnzwecke genutzt wird und sich die anlagentechnische Ausstattung dieser Räume von der Wohnnutzung wesentlich unterscheidet. In diesem Fall ist je ein Energieausweis für den Wohngebäudeteil und den Nichtwohngebäudeteil auszustellen.

Dies lässt sich genauer in § 17 Abs. 3 und § 22 der Energieeinsparverordnung (EnEV) nachlesen.

Energieausweise ausstellen

Neubau

Für Energieausweise für Neubauten bleiben die bestehenden landesrechtlichen Regelungen für Energiebedarfsausweise weiterhin gültig. Danach sind in der Regel die so genannten Bauvorlageberechtigten, teilweise auch bestimmte Sachverständige (z.B. für Schall- und Wärmeschutz) ausstellungsberechtigt.

Gebäudebestand (Verkauf, Vermietung, Verpachtung, Leasing)

Sollen Energieausweise aus Anlass eines Verkaufs, einer Vermietung oder Verpachtung bzw. eines Leasings oder auch des Aushangs in einem bestehenden öffentlichen Gebäude ausgestellt werden, ist die bundeseinheitliche Regelung des § 21 der Energieeinsparverordnung (EnEV) zu beachten.

Zur Ausstellung von Energieausweisen sowohl von bestehenden von Wohn- und Nichtwohngebäuden sowie von Modernisierungsempfehlungen sind nach § 21 EnEV berechtigt:

1. Personen mit berufsqualifizierendem Hochschulabschluss in

a) den Fachrichtungen Architektur, Hochbau, Bauingenieurwesen, Technische Gebäudeausrüstung, Physik, Bauphysik, Maschinenbau oder Elektrotechnik oder

b) einer anderen technischen oder naturwissenschaftlichen Fachrichtung mit einem Ausbildungsschwerpunkt auf einem unter a) genannten Gebiet.

Nach Nummer 5 sind auch Personen ausstellungsberechtigt, die nach bauordnungsrechtlichen Vorschriften der Länder zur Unterzeichnung von bautechnischen Nachweisen des Wärmeschutzes oder der Energieeinsparung bei der Errichtung von Gebäuden berechtigt sind, im Rahmen der jeweiligen Nachweisberechtigung.

Außerdem sind zur Ausstellung von Energieausweisen und Modernisierungsempfehlungen nur für bestehende Wohngebäude berechtigt:

2. Personen mit berufsqualifizierndem Hochschluabschluss im Bereich Architektur der Fachrichtung Innenarchitektur.

3.

a) Personen, die für ein zulassungspflichtiges Bau-, Ausbau- oder anlagentechnisches Gewerbe oder für das Schornsteinfegerwesen die Voraussetzungen zur Eintragung in die Handwerksrolle erfüllen,

b) Handwerksmeister der zulassungsfreien Handwerke dieser Bereiche, und

c) Personen, die auf Grund ihrer Ausbildung berechtigt sind, ein solches Handwerk ohne Meistertitel selbständig auszuführen.

4. Staatlich anerkannte oder geprüfte Techniker, deren Ausbildungsschwerpunkt auch die Beurteilung der Gebäudehülle, von Heizungs- und Warmwasserbereitungsanlagen oder von Lüftungs- und Klimaanlagen umfasst.

Zusätzlich zur Eingangsqualifikation müssen mit Ausnahme der Personen nach Nummer 5 alle diese Aussteller eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen:

Studienschwerpunkt im energiesparenden Bauen oder einschlägige zweijährige Berufserfahrung,
eine absolvierte Fortbildung nach den Vorgaben der EnEV, das heißt ggf. beschränkt auf Wohngebäude (siehe Anlage 11 der EnEV),
öffentliche Bestellung als vereidigter Sachverständiger im Bereich des energiesparenden Bauens oder in wesentlichen bau- oder anlagentechnischen Tätigkeitsbereichen des Hochbaus.
Ferner sind nach § 29 der EnEV folgende Personengruppen berechtigt, Energieausweise für Wohngebäude auszustellen :

Energieberater, die vor dem 25.04.2007 als antragsberechtigte BAFA-Vor-Ort-Berater registriert worden sind,
Personen, die am 25.04.2007 über eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung im Baustoff-Fachhandel oder der Baustoffindustrie und eine erfolgreich abgeschlossene Weiterbildung zum Energiefachberater im Baustoff-Fachhandel oder in der Baustoffindustrie verfügt haben oder eine solche Weiterusbildung vor dem 25.04.2007 begonnen haben, sofern sie erfolgreich abgeschlossen worden ist,
Personen, die am 25.04.2007 über eine erfolgreich abgeschlossene Weiterbildung zum Energieberater des Handwerks verfügt haben oder eine solche Weiterbildung vor dem 25.04.2007 begonnen haben, sofern sie erfolgreich abgeschlossen worden ist.

Eine behördliche Prüfung und Zulassung von Ausstellungsberechtigten ist nicht vorgesehen, um neue Bürokratie und zusätzliche Kosten für die Bürger zu vermeiden. Daher werden der Kreis der Aussteller und die Qualifikationskriterien in der Energieeinsparverordnung selbst abschließend umschrieben. Ob im konkreten Fall die Bestimmungen erfüllt sind, muss vom potenziellen Aussteller selbst beurteilt werden.
http://www.bmv.de/-,3064.1036538/Fragen-und-Antworten-zum-Energ.htm#Neuregelungen

Anspruch auf Energieausweis

Eigentümer oder Käufer eines Neubaus sollten den Energieausweis vom Bauträger bzw. Verkäufer erhalten.

Mieter oder Käufer eines Gebäudes im Bestand sollten sich den Energieausweis vor Vertragsabschluss vom Gebäudeeigentümer vorlegen lassen. Nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) muss der Eigentümer den Energieausweis spätestens auf Verlangen “unverzüglich zugänglich machen”.

Energieberatung im Sauerland: Lennestadt, Siegen, Winterberg http://www.thermograf.org/energieberatung.html

Energieausweispflicht

Nach der Energieeinsparverordnung muss vor Verkauf, Vermietung, Verpachtung sowie bei Neubau für beheizte und gekühlte Gebäude ein Energieausweis ausgestellt werden.

Die Ausweispflicht gilt nicht

für Gebäude, die nicht regelmäßig geheizt, gekühlt oder genutzt werden, wie beispielsweise Ferienhäuserwww.betthopper.de  – ,
für Gebäude, die nur für kurze Dauer errichtet werden, wie zum Beispiel Zelte oder Traglufthallen,
für Gebäude mit speziellen Nutzungen wie zum Beispiel bestimmte geringfügig beheizte Betriebsgebäude, Ställe oder Gewächshäuser.
für kleine Gebäude mit weniger als 50 m² Nutzfläche sowie denkmalgeschützte Gebäude. In Baudenkmälern muss auch kein Energieausweis ausgehängt werden.

Energieausweis – Pflicht

Je nach Gebäudeart und Baualter wurde die Verplfichtung, potenziellen Käufern und Mietern einen Energieausweis vorzulegen, stufenweise eingeführt:

seit 1. Juli 2008 für Wohngebäude, die bis Ende 1965 fertig gestellt wurden;
seit 1. Januar 2009 für später errichtete Wohngebäude;
seit 1. Juli 2009 für Nichtwohngebäude.

Energieausweis

Grundsätzlich gilt:  Wenn Gebäude oder Gebäudeteile (z.B. Wohnungen oder Büroeinheiten) neu gebaut, verkauft, vermietet oder verpachtet oder geleast werden, sind ein Energieausweis und die Modernisierungsempfehlungen vorzulegen.

Wird neu gebaut, hat der Eigentümer bzw. Bauherr zum Beispiel gegenüber dem Bauträger oder Verkäufer Anspruch auf die Vorlage eines Energieausweises. In den übrigen Fällen haben die potenziellen Käufer, Mieter oder Pächter einen Anspruch auf Vorlage des Energieausweises gegenüber Eigentümer, Verkäufer, Vermieter oder Verpächter .

Bei Modernisierungen muss nur unter bestimmten Voraussetzungen ein Energieausweis ausgestellt werden. Eine wesentliche Voraussetzung ist, wenn im Zuge der Arbeiten eine ingenieurmäßige Berechnung des Energiebedarfs des gesamten Gebäudes erfolgt.

Wenn kein Nutzer- oder Eigentümerwechsel stattfindet und sich auch sonst keine Gründe ergeben, die zur Ausstellung eines Ausweises verpflichten, besteht keine Pflicht, einen Energieausweis ausstellen zu lassen.

In öffentlichen Gebäuden (z.B. Rathäusern, Arbeitsagenturen, Schulen usw.) mit mehr als 1000 m2 Nutzfläche und mit erheblichem Publikumsverkehr muss ein Energieausweis ausgehängt werden.

Für Energieausweise im  Sauerland empfehlen wir

Andreas Schulte
Maumker Str. 6
57368 Lennestadt

Tel.: 02721- 989500
Fax: 02721- 989501

www.thermograf.org
info@thermograf.org

Energieausweise

Ab dem 1. Januar 2009 gilt für alle Wohngebäude in Deutschland die „Ausweispflicht“: Hausbesitzer müssen bei Vermietung, Verkauf oder Verpachtung ihres Gebäudes den so genannten Energieausweis vorlegen.
Ähnlich wie das Energieeffizienz-Label, das heute bei Elektrogeräten selbstverständlich ist, hilft eine Skala von Grün nach Rot im neuen Energieausweis den zukünftigen Mietern oder Eigentümern dabei, den Energieverbrauch für Heizung und Warmwasserbereitung abzuschätzen. Bewegen sich die Werte im roten Bereich, muss mit sehr hohen Kosten gerechnet werden. Liegen die Werte dagegen im grünen Bereich, werden diese vermutlich überschaubar bleiben.

Zu jedem Energieausweis gehören darüber hinaus Modernisierungsempfehlungen. Sie zeigen, mit welchen Maßnahmen die der Energieverbrauch des konkreten Gebäudes gesenkt werden kann. Um bis zu 85 Prozent lässt sich der Energiebedarf eines Gebäudes durch eine umfassende energetische Modernisierung eines Gebäudes reduzieren.

Wichtig!
Die Modernisierungsempfehlungen dienen nur der Information.
Eine Pflicht zu ihrer Umsetzung besteht nicht.

http://www.thermograf.org/energieausweise.html